Island II 2019

Hallo Zusammen,

neben der Tour von Bernd und Bettina gab es in diesem Jahr wieder eine zweite Tour durch das wilde Island, die im September stattfand. Wir waren mit insgesamt 9 Personen und 5 Autos unterwegs. Die Gruppe hat super zusammengepasst und wir konnten viele tolle Momente gemeinsam genießen. Hier seht Ihr eine kleine Auswahl unserer Ziele. Die Fotos sind alles Handybilder und deshalb von der Auflösung nicht immer optimal 🙂 Island muss man einfach selber erleben, kommt mit auf unsere Reise!

Los geht es in Hirtshals/Dänemark über die Faroerinseln nach Sydisfjördur in Island.

Torshavn Island Adventure Offroad

Torshavn Island Adventure Offroad

Hirtshals Island Adventure Offroad

Hirtshals Island Adventure Offroad

Hier findet Ihr mein Tagebuch zur Reise.

Tag 1: Endlich in Island angekommen. Heute haben wir es ruhig angehen lassen. Einkaufen in Egilsstadir und dann in nordöstliche Richtung zur Küste nach Bakkagerdi. Dort gibt es einen kleinen netten Campsite. Ein paar von uns sind hoch zur Elfenburg Alfaborg. 

Elfenburg in Bakkagerdi Island Adventure Offroad

Elfenburg in Bakkagerdi

Tag 2: Heute ging es ab ins Hochland. Über die Ringstraße führt uns eine Schotterpiste nach Bru, von dort weiter die F910 ins Landesinnere. Waschbrettpisten wechseln mit sandigen und steinigen Abschnitten. Ein paar wenige leichte Furten sind auch dabei. Immer wieder gibt es ein wenig Regen, aber auch die Sonne kommt hervor. Eine tolle Landschaft. Deshalb sind wir ja auch hier. Gegen 17 Uhr kommen wir im Camp Dreki an. Mal scheint die Sonne, mal fallen ein paar Tröpfchen. Heute morgen hat es hier sogar ein wenig geschneit. Mal schauen was uns noch so erwartet.

F910 zur Aksja Island Adventure Offroad

F910 zur Aksja

Camping Drekagil Askja Island Adventure Offroad

Camping Drekagil Askja

Furt auf der F910 Island Adventure Offroad

Furt auf der F910

Tag 3: Die Nacht war ziemlich kalt und sternenklar. Leider gab es keine Nordlichter. Nach dem die Sonne uns begrüßt hat fing es ziemlich bald an zu regnen. Der Tag blieb überwiegend wolkig und auch immer wieder leicht feucht. Den Spaß haben wir uns dennoch nicht nehmen lassen. Nach einem kurzen Ausflug zur Holuhraun, der jüngsten Lava auf Island, führte uns unser Weg die F88 entlang der Herdubreid durch die aktuell harmlose Furt hinter Herdubreidarlindir und weiter nach Norden zum Dettifoss. Ein beeindruckender Wasserfall mit im Schnitt 200 m3 Wasserfluss pro Sekunde. Was für Massen da 365 Tage im Jahr in 24 Stunden zusammen kommen. Zum Tagesabschluss im Camp Asbyrgi angekommen schien wieder die Sonne. Ein feines Essen rundet jetzt den Tag ab.

Furt auf der F88 hinter Herdubreidarlindir Island Adventure Offroad

Furt auf der F88 hinter Herdubreidarlindir

Dettifoss Island Adventure Offroad

Dettifoss

Tag 4: ein ereignisreiches Tag geht zu Ende. Bei Sonnenschein haben wir gefrühstückt und danach eine nette Wanderung zum Botnsvatn ganz am Talende gemacht. Weiter geht es an der Küste in das nette Fischerörtchen Husavik. Kurze Rast im Hafen und weiter über die Ausfallstrasse zum Myvatn. Der Blick von oben auf den See ist grandios. Der Explosionskrater Hverfjall und die zahlreichen Pseudokrater im Wasser sind gut zu erkennen. Schnell sind wir über Rekjahlid im Hochtemperaturgebiet Hverarönd am Namafjall. Überall spritz und sprazt es, der Geruch ist eindeutig Schwefel und Dampf steigt an vielen Stellen aus Bodenspalten auf. Gegenüber liegt das Geothermalgebiet rund um den Vulkan Krafla. Hier wird in 2 Kraftwerken Strom erzeugt. Das dafür notwendige Wasser wird in den ersten 2 km der Erdkruste gewonnen. Die Isländer können sich glücklich schätzen, dass sie keinen Atomstrom benötigen. Eine kleine Wanderung um den blauen Viti rundet den Besuch ab. Auf dem Weg zum Camp am Myvatn kommen wir noch an der Höhle Grjótagjá vorbei. Hier ist kristallklares heißes Wasser in der Spalte. Und das Tag und Nacht, unglaublich toll. Zum Abendessen haben wir gemeinsam Lachsforellen mit Brokkoli, Chinakohl und Kartoffeln gemacht. Mhhh....

Asbyrgi Island Adventure Offroad

Asbyrgi

Botnsvatn im Tal von Asbyrgi Island Adventure Offroad

Botnsvatn im Tal von Asbyrgi

Husavik Island Adventure Offroad

Husavik

Hochtemperaturgebiet Hverarönd am Namafjall Island Adventure Offroad

Hochtemperaturgebiet Hverarönd am Namafjall Island Adventure Offroad

Hochtemperaturgebiet Hverarönd am Namafjall Island Adventure Offroad

Hochtemperaturgebiet Hverarönd am Namafjall

Kraftwerk Kafla Island Adventure Offroad

Kraftwerk Kafla

Vitikrater Krafler Island Adventure Offroad

Vitikrater Krafler

Tag 5: unglaubliche Natur hier in Island. Erst der eindrucksvolle Godafoss, der Götterwasserfall, wo die Isländer ca 1000 n. Chr. ihre Götzenbilder versenkt haben sollen und dann der formschöne Aldeyjarfoss mit seinen gleichmäßigen Basaltstelen. Ich bin immer wieder sprachlos. Auf der F26, der Sprengisandur ging es dann immer weiter durch viel graues und steinigen nichts Richtung Süden. Zwischendurch öffnet sich der Blick auf die Herdubreid, das Askja massiv, einen Teil des Vatnajökull und auf den gleichmäßig geformten Schildvulkan Trölladyngja. Und dann taucht plötzlich ein knallblauer Hydrant auf. Was es damit auf sich hat, keine Ahnung. Unser Ziel ist der kleine Campsite in Laugafell nördlich des Hofsjökull. Es ist ziemlich windig hier, doch wir trauen uns. Ab in den natürlichen HotPot. Nach 2 Stunden zeigt uns die Haut an den Finger, dass es Zeit fürs trockene ist. Zum Abendessen dürfen wir die Küche eine der Hütten verwenden. Sehr schön entspannend. Und wieder ist ein Tag um.

Godafoss

Godafoss

Aldeyjarfoss

Aldeyjarfoss

Laugafell

Laugafell

Laugafell Hot Pot

Laugafell Hot Pot

Schafsbtrieb

Schafsbtrieb

Tag 6: auch dieser Tag ist ein ganz besonderer Islandtag. Nach einer etwas stürmischen Nacht hat sich das Wetter morgens in Laugafell beruhigt. Wir starten die Tour gemütlich mit der Fahrt über eine Schotter-Stein Piste Richtung Norden. So langsam schlängeln wir uns ins Tal hinab übten angekommen geht es zügig über Asphalt weiter. Überall werden die Schafe zusammen getrieben und von den Bauern aus den Rettiren abgeholt. Wir haben Kontakt zu einem Pferdezüchter aus Saudakrokur den wir später besuchen wollen. Zunächst gelangen wir an das Museumsgehöft Glaumbaer. Dort machen wir kurz Rast und schauen uns um. Weiter geht es zum Fjord. Dort sind wir mit Stefan verabredet. Wir stellen ihm jede Menge Fragen zur Zucht mit Isländer, zum Reiten und was er sonst so macht. Danach geht es über Siglufjördur, dass ist der Ortit den bunten Häusern der In den meisten isländischen Krimis auftaucht, nach Olafsfjordur und weiter über Dlavik nach Hauganes. Dort auf dem Camping angekommen relaxen wir kurz und dann geht es ab ins Fischrestaurant. Hier gibt es Codfish, Kabeljau. Dem Chef gehörig die hiesige Kabeljaufabrik na so etwas. Zum Nachtisch essen die meisten Waffeln. Ich versuch mich mal an fermentiertem Grönlandhai. Es gibt durchaus ein leckereres Dessert. Aber so schlimm wie immer gesagt wird ist er nun auch wieder nicht. Und so endet ein schöner Tag feuchtfröhlich.

Torfgehöft Glaumbaer

Torfgehöft Glaumbaer

Hafen von Siglufjördur

Hafen von Siglufjördur

Fischrestaurant Hauganes

Fischrestaurant Hauganes

Blöndulon

Blöndulon

Tag 7: einfach nur schön heute. Bei Nieselregen war Abfahrt in Hauganes. Als erstes ging es zu einem kurzen Zwischenstopp nach Akureyri. Einer der Mitfahrer brauchte neuen Gasvorrat. An der N1 wurde uns geholfen. Weiter Richtung Kjölur. Unterwegs Viehtransporte, Baustellen und dies und das. Am Anfang der F35 inspizieren wir die Schautafeln des Kraftwerks hier am Blöndulon. Weiter zu einem Aussichtspunkt mit einer herrliche 360 Grad Rundumsicht auf Hofsjökull und Langjökull. Als nächstes erreichen wir das Hochtemperaturgebiet Hveravellir mitten drin im Hochland. Ein kleiner Gang entlang der fauchenden und spuckenden Töpfe ist immer wieder beeindruckend. Es sind nur noch wenige Kilometer bis zum Gebirgsmassiv des Kerlingarfjöll. Ebenfalls ein Hochtemperaturgebiet mit dampfenden Quellen und herrlich bunten Farben. Das rhylitosche Gestein macht es möglich. Das Camp mitten im Gebirge ist unser Zielort für die Nacht.

Hveravellir

Hveravellir

Hveravellir

Hveravellir

Abzweig zum Kerlingarfjöll

Abzweig zum Kerlingarfjöll

Island 2019

Campingplatz Kerlingarfjöll

Campingplatz Kerlingarfjöll

Hochtemperaturgebiet Kerlingarfjöll

Hochtemperaturgebiet Kerlingarfjöll

Tag 8: Ein regenreicher Tag, anders kann man heute nicht beschreiben. Dicke schwere Tropfen, zum Abend hin trocken. Aber der Reihe nach. Morgens bei Nieselregen frühstücken im Auto, alles andere war nicht nett. Der Track Richtung Süden parallel zur Kjölur war dafür um so interessanter. Es ging erst durch ein steiniges ehemaliges Flussbett, danach über schottrige und sandige Pisten, durch kleinere und größere Furten und immer wieder durch große Pfützen mit wenig Regen von oben. Da macht das fahren so richtig Spaß. Am Geysir und Gullfoss war es dann leider fast die ganze Zeit richtig Nass aber einen Blick haben wir trotzdem riskiert. Nach dem Besuch ging es zum Einkaufen und dann zum Camping nach Fljotshlid. Ein netter Platz neben dem Hotel in einem schönen Tal. Die Wolken reißen etwas auf und die Sonne kommt tatsächlich noch ein wenig durch. Bei einem leckeren Essen beschließen wir den Tag. 

Parallel-Piste zur Kjölur

Parallel-Piste zur Kjölur

Geysirgebiet

Geysirgebiet

Gullfoss

Gullfoss

Tag 9: Lava, Lava, Lava, Furten, Furten, Furten. So lässt sich der heutige Tag beschreiben. Nach dem Frühstück ging es nach Hvolsvöllur ins Lava Museum, dass es dort seit 3 Jahren gibt. Hier wird visuell, auditiv und fühlbar die Entstehung der Insel, das Verhalten von Lava und die grössten Ausbrüche der fünf umliegenden Vulkane anschaulich dargestellt. Schon sehr sehenswert. Danach durften die Autos endlich wieder in richtiges Gelände fahren. Zahlreiche flache und tiefere Furten kreuzen unseren Track. Wir schaffen es sogar bis auf den letzten Camping in Basar ganz hinten in der Porsmörk. Vor zwei Wochen war der Zugang auf Grund von zu viel Wasser gesperrt. Die Lage hat sich etwas beruhigt. Die letzte Furt war dennoch sehr rumpelige wie man in dem Video erahnen kann. Nach einem kurzen Stopp ging es wieder raus aus dem Tal zum Nachtlager am Seljalandsfoss. Dieser Wasserfall ist einer der wenigen, hinter dem man hinterher gehen kann. Er hat aber so viel Wasser zur Zeit, dass wir platsch nass geworden sind. Aber wir trocknen auch schnell wieder. Man sollte das bei jedem Besuch mindestens einmal gemacht haben. Unsere Autos stehen fast vis a vis dem Fall gegenüber. Heute Nacht dürfen wir uns auf seine Beleuchtung freuen, die vor ein paar Jahren installiert wurde. Wie verrückt ist das denn. So nun ruft das Abendessen.

Lavaexhibition Hvollsvollür

Lavaexhibition Hvollsvollür

Westmännerinseln

Westmännerinseln

Fahrt in die Porsmörk

Fahrt in die Porsmörk

Camping Basar

Camping Basar

Seljalandsfoss

Seljalandsfoss

Tag 10: ein wunderbarer Hochlandtag durch das südliche Fjallabak geht zu Ende. Bei Sonnenschein losgefahren, bei Sonnenschein angekommen, dazwischen Aprilwetter ohne Ende. Also los ging es am Seljalandsfoss pünktlich um 9 Uhr. Immer auf der F261 entlang der Markarfljot vis a vis dem Eyjafallajökull. Dann biegen wir in einen Seitentrack Richtung Hungurfit ab und es geht steil bergab und wieder bergauf. Einige Kletteraufgaben für die Autos müssen bewältigt werden. Abgesehen von ein paar kleineren Schäden schaffen die Autos die Pisten und Furten gut. Die Mittagspause machen wir an der Pferdehütte in Mosar. Weiter geht's Richtung Osten nach Emstrur. Es geht über Steine, über Felsplatten und anschließend lange durch pechschwarzen Sand. Der formschöne Berg Maelifell erscheint in der Ferne immer deutlicher. Er ist auch Namensgeber der Sandfläche Maelifellssandur. Dabei geht es parallel zum Myrdalsjökull immer weiter. Nach einer weiteren Sandpassage erreichen wir die F910 und danach den Abzweig nach Alftavatn und kurz danach die oft gefürchtete Furt der Holmsa. Sie wird an der tiefsten Stelle mit 80 cm angegeben. Ob das klappt? Wir haben Glück, so tief ist sie heute nicht. Wir fahren den richtigen Weg über die Mittelinsel und dann diagonal zur Ausfahrt. Alles geht gut, nichts passiert. Der Track schlängelt sich nun durch moosgrüne Landschaften fast wie aus einer anderen Welt. Das Fjallabak ist einfach herrlich. Nun kommt eine weitere gefürchtet Furt. Nur mit 70 cm angegeben, aber sehr rumpelige mit grösseren Felsblöcken auf direkter Linie. Man fährt diese Furt am besten in einem weiten Bogen stromaufwärts nach links. Kurz vorher überholt uns ein Geländewagen mit Anhänger mit drei Schafen drauf. Es werden gerade die letzten verbliebenen Schafe aus dem Hochland nach Hause geholt. Wir werden sie nachher auf unsere Camp für heute Nacht wiedersehen. Der Vorteil für uns ist, dass wir die beste Fahrpassage nun beobachten können und es ihnen einfach nachtun. Sie machen es wie beschrieben. Leider haben wir einen kleinen Verlust bei einem der Fahrzeuge der vorne rechts in eine Kuhle absackt und sich die Frontschürze demoliert. Aber nur Plastikschaden, alles andere bleibt mehr oder weniger heile. Nun fahren wir gemütlich die letzten Kilometer bis zu unserem Camp in Holaskjol. Ein netter kleiner Platz. Hier treffen wir auf die Farmer mit ihren Schafen. Immer wieder kommen Pickups, die Tiere auf der Ladefläche haben. Die Schafe werden alle auf einen großen Treckeranhänger verladen und morgen Richtung Südküste gebracht. Nach einem schönen Abendessen verschwinden alle ziemlich schnell in ihren Autos. Es nieselt mal wieder und der Wind bläst kalt. Aber es lässt sich dennoch gut aushalten. Grad ist der Mond aufgegangen und war für ein paar Sekunden am Horizont zu sehen, ein wunderbarer Tag geht zu Ende.

Furt auf der F910

Furt auf der F910

Richtung Maelifellssandur

Richtung Maelifellssandur

bei Mosar

bei Mosar

bei Mosar

bei Mosar

Blick auf den Gigjökull

Blick auf den Gigjökull

Tag 11: für mich persönlich der schönste Tag der Reise, aber auch heute wieder ein schnell wechselnder Wettermix. Los geht's Richtung Landmannalaugar unserem heutigen Ziel. Doch es geht nicht auf direktem Weg. Kurz vor der Schlucht Eldgja biegen wir rechts auf einen einsamen Track ab. Wir werden den ganzen Tag kein anderes Fahrzeug sehen. Nur teilweise die Spuren eines Offroaders der vor uns hier war. Es geht durch mossbewachsene Berge, durch leichte und mittelschwere Furten, über Stock und Stein und sandige Passagen. Wir halten an einer kleinen Wanderhütte und kommen bald zum Blautulon. Diesen See furtet man am rechten Uferrand. Es wird davor gewarnt zu weit links zu fahren, da dort der flache Uferrand tief in den See abbricht. Die Durchfahrt aller Autos dauert immerhin gute 3 Minuten. Durch Flüsse ist man mit einem Auto in 10 bis 15 Sekunden durch. Aber das Wasser ist nicht tief und so macht es dann auch richtig Spaß. So langsam Schrauben wir uns am Langisjör höher und Schnee kommt mit ins Spiel. Zwischendurch sehen wir nur noch weiß. Sollen wir weiterfahren oder umdrehen? Wie wird der Track weiter oben sein, zugeschneit? Nach einer kurzen Pause kommt blauer Himmel zum Vorschein. Wir beschlissen erstmal weiter zu fahren. Immer wieder bleiben wir stehen und inspizieren steile Hänge mit der Frage sollte es weiteren Schnee gebe kommen wir da wieder hoch? Wir entscheiden uns für ja. Die Tour lohnt sich für uns. Oben am Breidbakur angekommen haben wir eine gigantische Sicht auf den Langisjör, die Bergkette ringsum und den Vatnajökull. Immer wieder kommen dunkle Wolken und der Wind bläst uns fast um. Dann scheint wieder die Sonne. Nun schnell weiter. Wie fahren das letzte Teilstück zurück. Den steilen Berg kommen alle ohne größere Probleme wieder hoch. Es geht zur Mittagspause an den Langisjör. Wir stellen und neben eine kleine Wanderhütte und lassen das Panorama auf uns wirken. Aufbruch, der Track führt uns weiter Richtung Faxasund. Herrliche Berge, Seen und schwarze Pisten begleiten uns. Nach einer Furt an einer Fischerhütte geht die Piste über eine steile sandige Auffahrt. Wir sind uns nicht sicher, ob die alle Autos packen. Unser T3 schafft es bravorös und alle anderen kommen nach. Nun geht es über eine Hochebene bis wir in ein Tal hinunter kommen. Dort geht es mal durch den kleinen Fluss mal durchfahren wir ihn. Eine schöne entspannte Fahrt. Zum Abschluss wird der Track wieder richtig steinig. Es geht über Spitze Brocken und Festplatten. Zum Ende eines langen Tages kann so etwas schon nervig werden, aber alle bleiben gelassen. Im Tal sehen wir schon die F208, die Hochland Bundesstraße nach Landmannalaugar. Nach ein paar weiteren Kilometern erreiche wir das Camp. Es empfängt uns mit Sonnenschein und kurz danach fallen schon wieder einige Tropfen. Heute Abend gibt es eine leckere Suppe mit Reis und Würstchen. Alle gehen früh schlafen. Was für ein Tag in Island!

Holaskjol

Holaskjol

auf dem Weg zum Blautulon

auf dem Weg zum Blautulon

Blautulon

Blautulon

Blautulon

Blautulon

zum Langisjör

zum Langisjör

zum Breidbakur

zum Breidbakur

auf dem Breidbakur

auf dem Breidbakur

Mittagspause am Langisjör

Mittagspause am Langisjör

Richtung Faxasund

Richtung Faxasund

Faxasund

Island 2019

Landmannalaugar

Landmannalaugar

Landmannalaugar

Landmannalaugar

Tag 12: Nachts dreht der Wind und es stürmt und regnet gewaltig. Wir wachen wie üblich gegen 7 Uhr auf und als es nach wie vor regnet machen wir uns ernste Gedanken über den Pegelstand der beiden Furten zum Camp nach Landmannalaugar. Der Schnee auf den Bergen ist weggeregnet. Wie viel Wasser ist dazu gekommen? Schnell sind alle informiert, dass heute schon um 8 Uhr aufgebrochen wird. Pünktlich sitzen wir in unseren Autos und fahren los. Die Wasserstände sind etwas höher, aber nicht so schlimm wie gedacht. Nur man weiß das nie und wir fahren Richtung Norden aus dem Hochland raus. In Hrauneyjar wird getankt. Bei dem ein oder anderen Wagen ist das auch dringend notwendig. Ein Kaffee zum Aufwachen und alle sind einigermaßen gut drauf. Wir entscheiden uns heute für den Asphalt als Fahrbelag. Schnell geht es auf der 32 und 30 zur Ringstraße in den Süden. Die Hekla, ein wunderschöner Vulkanberg begleitet uns eine ganze Weile. Es geht weiter nach Hvolsvöllur zum Einkaufen für die nächsten Tage. Das Wetter war bisher deutlich besser als im Hochland. Doch vor uns wird es wieder dunkler. Der Seljalandsfoss ist im Nebel kaum zu erkennen. Als wir beim Skógafoss ankommen reißt der Himmel auf. Aber der Wind nimmt zeitgleich kräftig zu. Die Gischt sprüht den ganzen Fluss entlang. Das macht ganz schön nass. Nach ein paar Bildern geht es weiter zum Cap Dyrholaey. Der Wind nimmt immer mehr zu. Wir können uns kaum auf den Beinen halten beim Filmen der Wellen. Von hier aus sehen wir auch schon unser nächstes Ziel, den Black Beach von Reynisdrangar. Für den Strand ist einen Warnung unter save travel.is zu finden. Höhe Wellen sind dort besonders gefährlich und können einen schnell mitreißen. Wir trauen uns dennoch dorthin. Massen von Touristen stehen am Strand und schauen den wilden Wellenbergen bei ihrem Ritt an den schwarzen Strand zu. Ein paar wenige lebensmüde Idioten rennen trotzdem einfach Richtung Wellen um ein besonders tolles Foto machen zu können. Zum Glück passiert nichts. Nach einem Heißgetränk geht's weiter nach Vik y Myrdal und weiter zu unserem heutigen Übernachtungsplatz. Wir fahren einige Kilometer Richtung Myrdalsjökull in ein Tal und erreichen gegen späten Nachmittag den Platz Pakgil. Ein toller Ort umringt von hohen Bergen, alles ist grün. Zuerst ist es Windstill, doch dann schießen immer wieder Windböen zum Talboden und reißen alles mit. Bei zwei Chinesen steht das Zelt nur kurz. Dann haben sie keine Lust mehr und mieten sich eine Hütte. 2 von unserer Gruppe geht es ähnlich. Die Matratze ist vom Regen der letzten Nacht ganz nass. Sie trocknet nun an der Heizung in einer der kleinen Blockhütten. Für unser Abendessen ein wohlig warmer Ort. Die Sonne geht unter und schon wieder ist ein toller Tag um.

Camping Pakgil

Camping Pakgil

Reynisdrangar

Reynisdrangar

am Cap Dyrholaey

am Cap Dyrholaey

Skogafoss

Skogafoss

Tag 13: Wenn Du glaubst das Wetter kann nicht mehr schlechter werden, dann hat uns der heutige Tag eines besseren belehrt. Eigentlich fing es ganz gut an. Der Wind hat sich heute Nacht gegen 21 Uhr gelegt und wir sind morgens bei leicht bewölktem Himmel aufgewacht. Los ging es nach dem Frühstück Richtung Tal und dann nach Osten auf der Ringstraße. Unser heutiges Fahrziel die F206, eine Piste zu den Lakikratern. 1783 bis 1784 sind hier immense Mengen an Lava aus mehreren Kegeln ausgetreten und eine Vielzahl an Giftgasen haben die Hälfte der Menschen und Tiere vernichtet. Selbst das europäische Festland hat danach an Hungersnot und Krankheiten gelitten. Zum Glück ist das lange her und heute ist dort eine Fahrt durch die Lava ohne Bedenken möglich. Als erstes erreichen wir den schönen Fagrifoss. Weiter geht es durch leichte Furten bis wir an die letzte Furt vor den Kratern gelangen. Ein Pfahl in der Mitte zeigt über seine Farbmarkierungen an wie hoch der Pegel steht. Eine passende Erklärung an Land lässt erkennen, dass es rund 50 cm sein müssen. Zum Glück ist ein Seil im Halbrund gespannt, an dessen Seite wir die Furt passieren. Dort ist sie nur rund 40 cm tief und für alle Autos gut zu passieren. Weiter geht es, immer höher. Mittagspause an einer Nationalparkhütte unterhalb des Lakikratern. Der schon vorher leichte Schneefall wird dichter. Nach einer Stunde brechen wir zur Weiterfahrt auf. Der Track hat immer mehr Schnee und wir beschließen umzukehren. Praktischerweise gibt mein Handy nun den Geist auf... Wir drehen und fahren zurück. Die Sicherheit der Gruppe geht vor. Als wir die Furt erneut passiert haben kommt ein Duster angefahren. DercFahrer fragt ohne auszusteigen und zu schauen, ob er mit seinem Auto die Furt durchfahren kann. Wir raten ihm sie sich genauer anzusehen und danach selber zu entscheiden, ob ja oder nein. Wir fahren lieber weiter. Abends kommt die Frage auf, wie sie sich wohl entschieden haben mögen. Es hat aufgehört zu schneien. Was für Wetterkapriolen. Wieder raus aus dem Tal überrascht uns ein farbenprächtiger Regenbogen. Das gelbe Laub der Pappeln kündigt vom nahenden Herbst. Nach kurzer Zeit auf der 1 erreichen wir Kirkjubaerklaustur. Nach weiteren gut 90 Kilometern kommen wir im Nationalpark Vatnajökull in Skaftafell an. Kurz vorher halten wir am Mahnmal des Ausbruch der Grimsvötn 1996. Damals sind wahnsinnige Wassermassen, Felsen, Geröll und Eis vom Gletscher heruntergekommen und haben alles weg gerissen. Auch die große Brücke. Heute ziert den Haltepunkt ein verbeultes Stahlstück dieser Brücke. Der Campingplatz kurz danach ist riesig. Wir bezahlen für zwei Nächte. Morgen ist hier Ruhetag. Das Wetter soll laut Vorhersage sonnig, aber ab Mittag etwas windig werden. Lassen wir uns überraschen.

Brückenbaubwerk

Brückenbaubwerk

Süden

Süden

Lakirundfahrt

Lakirundfahrt

Lakirundfahrt

Lakirundfahrt

Fagrifoss

Fagrifoss

Tag 14: Ein sonniger Tag geht zu Ende. Da hat uns das isländische Wetter für die letzten Tage aber ordentlich entschädigt. Heute war Ruhetag angesetzt, also mal keine Pisten fahren, sondern an einem Ort bleiben. Gestern sind wir ja bereits in Skaftafell angekommen. Ein tolles Wandergebiet. Nach einem ausgiebigen Frühstück in der Sonne ging es gemütlich gegen 11 Uhr los Richtung Svartifoss. Die Flora ist hier sehr zahlreich vertreten. Der Weg führt zuerst durch dichten Birkenbestand, danach weiter durch krautige Vegetation wie Heide, Rauschbeeren, Krähenbeeren und Weidengebüsch. Später wird es steiniger. Nach einem halbstündigen Fussmarsch sehen wir den Schwarzen Wasserfall das erste Mal. Immer wieder ein schöner Anblick. Einige Höhenmeter geht es runter und wir stehen direkt davor. Der Wasserfall wird von dunklen Basaltsäulen umrahmt. Ein tolles Bild, wie gemalt. Auf der anderen Uferseite geht ein Pfad hinauf und führt direkt auf den Aussichtsberg Sjonarsker. Ich gehe alleine weiter. Von hier hat man ein wunderbares 360 Grad Panorama auf den Vatnajökull und den Skeidararjökull, sowie die Schwemmlandebene Skeidararsandur. Wahnsinn diese Weite. Es ist fast zum Weinen schön. In solchen Momenten weiß ich wieder warum ich Island so liebe. Nun geht es zurück zum Camp. Die anderen warten schon auf mich mit Tee und Kuchen. Perfekt. Es ist richtig warm in der Sonne. Am späten Nachmittag breche ich zu einer weiteren Wanderung auf. Es geht zum Skaftafellsjökull und seinem vorgelagerten Gletschersee. Man kann direkt bis ans Wasser gehen. Die tiefen Furchen am Rand des Gletschers sind beeindruckend. Einige wenige Eisberg treiben langsam im milchigbraunen Wasser. Zurück geht's über einen ausgetretenen Pfad. Das Abendessen, Lammeintopf, ist bereits gekocht und ich brauchen mich nur noch zum Essen setzen. Ein wirklich perfekter Tag. Das letzte Licht des Tages strahlt den höchsten Berg Islands den Hvannadalshnukur rot an. Ein wunderbarer Tagesabschluss. Gute Nacht Island.

Skaftafellsjökull

Skaftafellsjökull

Skaftafellsjökull

Skaftafellsjökull

Südküste

Südküste

Öræfajökull

Öræfajökull

Blick in Skaftafell

Blick in Skaftafell

Svartifoss

Svartifoss

Svartifoss

Svartifoss

Tag 15: Der Morgen beginnt so wie der Abend geendet hat, mit viel Sonnenschein. Heute geht es eine Etappe weiter bis Höfn. Kurzes Briefing der Strecke wie jeden Morgen und los geht's. Immer der Ringstraße Richtung Osten in Begleitung der zahlreichen Seitengletscher des großen Vatnajökull. Kurz vor dem Fjallsárlón sehen wir die dunkle Wand in die wir direkt rei fahren. Feiner Nieselregen schlägt uns entgegen. Dennoch steigen wir aus und unternehmen eine kurze Wanderung zum Gletschersee. Still und ruhig liegt er vor uns. Es treiben nur wenige Eisblöcke am Rand. Weiter geht es zum großen Bruder, dem Jökulsarlon. Einige unserer Gruppe machen sich mit dem Amphibienfahrzeug auf zu einer Tour zu den hiesigen Eisbergen. Nach einer guten halben Stunde sind sie wieder zurück. Es ist mittlerweile etwas trockener geworden. Wir wechseln zum Parkplatz auf der anderen Straßenseite und bewundern die Eisblöcke an Strand. Das sieht echt kurios aus. Nach einer kurzen Mittagspause geht es weiter. Unterwegs halten wir noch am Heinabergsjökull, einem weiteren Gletschersee. Davon haben wir nun genug gesehen. Es ist nicht mehr weit bis Höfn. Doch bevor wir den Campsite beziehen machen wir noch ein paar Meter bis zur Halbinsel Stokksnes. Eine kurze Wanderung zum Leuchtturm, der NATO Radarstation und zum Strand tun gut. Hier wurde 2007 eine Szene des Sternenwanderer gedreht. Zurück nach Höfn geht's kurz zum Einkaufen und dann auf den Campingplatz. Etwas aufhübschen und schon sind wir zu Fuss zum Essen ins Pakkhus unterwegs. Dort genießen wir ein exzellentes Essen. Ein toller Abschluss .

Vestrahorn Stokknes

Vestrahorn Stokknes

Radar Stokksnes

Radar Stokksnes

Leuchtturm Stokknes

Leuchtturm Stokknes

Diamond Beach

Diamond Beach

Jökullsarlón

Jökullsarlón

Jökullsarlón

Jökullsarlón

Fjallsárlón

Fjallsárlón

Gletscher an der Südküste

Gletscher an der Südküste

Tag 16: Unser letzter Tag auf Island. Er beginnt mit Regen, leider mal wieder. Aber wir starten dennoch beschwingt in den Tag und fahren auf der Ringstraße Richtung Osten. Unser erster Stopp ist in dem kleinen Fischerort Djupivogur. Dort bestaunen wir die Eier von Gleðivík. Ein Künstler hat hier 34 übergroße Vogeleier aus Naturstein erstellt. Sie stehen sinnbildlich für die Vogelarten die hier in der Umgebung vorkommen. Es nieselt immer noch. Wir gehen in ein kleines Café und trinken was. Schon geht es weiter immer den Fjord entlang, raus und rein, raus und rein. Wir kürzen über den Öxipass ab und kommen schnell ins Tal nach Egilsstadir. Dort kaufen wir Lammfleisch ein für zu Hause . In der N1 gibt es den ersten und einzigen Burger auf dieser Reise, ungewöhnlich eigentlich . An der nächsten Tanke werden die Autos geduscht und sind wieder halbwegs sauber und vorzeigbar. Gegen 15.30 Uhr sind wir in Seydisfjördur, der Kreis hat sich geschlossen, und gehen ins Kaffe Lara am Ende des Regenbogens. Die Fähre wartet schon auf uns und langsam kommt Wehmut auf. Aber das nützt nichts irgendwann ist ein Urlaub immer zu Ende. Heute gegen 20 Uhr Ortszeit geht's los. Morgen mittag sind wir auf den Färöer zu einem kurzen Stopp. Die Windvorhersage ist ruhig angesagt, zum Glück. Mal sehen wie es mir morgen geht.

Norröna-Sydisfjördur

Norröna-Sydisfjördur

Djupivogur

Djupivogur

Eggin i Gledivik

Eggin i Gledivik

Ich hoffe wir haben Euer Interesse an Island geweckt. Wir kommen auf jeden Fall wieder  8) 

Daniela & Ulli

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